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John Lee ha compartido escenario, abierto, grabado o de gira con algunas de las leyendas de los últimos 50 años, entre ellos Jimmy Page, Stevie Wonder, Willie Nelson, Starship, Bill Withers, Chuck Berry, Bonnie Raitt, Freddie King, Tower of Power, y muchos más.

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John Lee Sanders und Frank Folgmann leben auf verschiedenen Kontinenten, musikalisch sind sie Landsleute. Eine ungewöhnliche Freundschaft. Von Reinhold Gruber
Ein wenig unscheinbar wirkt er, der Mann mit Hut und Brille, der im Kaffeehaus am Linzer Pfarrplatz sitzt. Freundlich, aber unscheinbar. Niemand würde vermuten, dass es sich bei ihm um einen großartigen Musiker handelt, der mit wahren Größen spielte – von John Lee Hooker bis Dr. John, von Stevie Wonder bis Bonnie Raitt, die ihn diese Woche in Wien auf die Bühne bat. Können muss man nicht sehen. Wie man auch mit Berühmtheit nicht auftrumpfen muss, wenn man weiß, wer man ist.
Bei aller äußeren Unscheinbarkeit ist John Lee Sanders kein wortkarger Mensch. Das ist nach wenigen Minuten Gespräch klar. Er erzählt gerne. Weil er viel zu erzählen hat – über Musik und Musiker.
Dass er nicht zufällig in Linz anzutreffen ist, hat mit Frank Folgmann zu tun. Der Gitarrist, der in der Stadt als unermüdlicher Botschafter der echten, handgemachten Musik aktiv ist, sprang 1997 ein, um beim legendären Lent Festival in Marburg in der Band von Jimmy Witherspoon zu spielen. Ein Mann in dieser Band hieß John Lee Sanders. Das letzte Konzert der Blues- und Jazzlegende Witherspoon wurde gleichzeitig das erste, bei dem die beiden auf einer Bühne standen. Es wurde der Beginn einer „sehr langen Freundschaft“.
Ein Jahr später war Folgmann in San Francisco. Eingeladen von Sanders, der zu dieser Zeit dort lebte. In einer Gegend, in der 80 Prozent Schwarze zu Hause waren, fühlte sich der Weiße wohl. Musikalisch war die Westküste Heimat der pulsierenden Blues- und Jazzszene. Das passte Sanders, der in einer Musikerfamilie in Louisiana aufwuchs und praktisch mit Funk, Blues und Soul „gefüttert“ wurde.
Welchen Stellenwert sein neuer Freund hatte, wurde Folgmann erstmals bewusst, als er sah, dass Sanders der einzige weiße Musiker in einer schwarzen Band war. Für den Amerikaner eine gute Erfahrung. „Es hat nur ein, zwei Wochen gedauert, dann haben alle gesehen, dass ich ihre Musik authentisch spiele, und dann haben sie mich als Teil der Familie betrachtet.“
Der Multiinstrumentalist, der vor allem am Klavier, am Saxophon und im Gesang ein Meister ist, hatte sich zu dieser Zeit bereits zu einem der gefragtesten Sessionmusiker der Westküste Amerikas entwickelt. Als Produzent, Arrangeur und als Songwriter, der seinen Stil zwischen Soul, Rhythm & Blues und der in New Orleans verwurzelten Musik gefunden hat, hinterließ er viele Spuren.
Bei Folgmann brannte sich nicht nur die Musik ein, sondern auch die Offenheit, mit der Stars der Szene miteinander in Clubs spielten. „Wer nicht vergessen hat, woher er kommt, der braucht sein Ego nicht zu pflegen. Schließlich haben auch die ganz Großen irgendwann in Clubs begonnen“, sagt Sanders.
Für Folgmann war vor 15 Jahren klar, dass er diese Musik und diesen Musiker auch Europa nicht vorenthalten sollte. Sein Musikerkollege Gottfried Angerer und er wollten die Band für John Lee Sanders sein. 1999 waren sie zum ersten Mal auf Tour, 32 Tage lang. Seither sind sie ungefähr alle drei Jahre live in Europa unterwegs, haben rund 150 Shows miteinander gespielt und zudem drei Alben mit Sanders aufgenommen.
Im Juli sind sie wieder in sechs Ländern unterwegs, die Freunde Sanders und Folgmann. Diesmal treffen sie mit Rad Gumbo eine Band, deren Musik wie das gleichnamige Eintopfgericht aus New Orleans würzig und scharf ist. „Das sind die Helden meiner Jugend“, sagt der in Deutschland aufgewachsene Folgmann über die Band aus Ingolstadt. Start der Tour ist heute das Lent Festival in Marburg. Da schließt sich wieder ein Kreis.

Aus Louisiana kommen bekanntlich viele Jazz und Blues Musiker die den "Funk" förmlich inhaliert haben. read more

John Lee Sanders ist dabei absolut keine Ausnahme. Er stammt aus einer Musikerfamilie deren Wurzeln weit zurückreichen, bis zur Geburtsstätte des Blues in Memphis. Er ist ein Vollprofi am Klavier, Saxophon und am Gesang. Er zählte lange zu den gefragtesten Sessionmusikern der Westküste Amerikas. Dort war er ebenso erfolgreich als Produzent und Arrangeur vieler bekannter Acts. Er arbeite zusammen mit einer Reihe legendärer Musiker wie John Lee Hooker, Jimmy Witherspoon, Freddie King, Dr. John, The Meters, Chuck Berry, Jimmy Page, Robben Ford, Tower of Power & Stevie Wonder. Während der 90er Jahre tourte er mit längere Zeit mit Starship, Roy Rogers & the Delta Rhythm Kings, Paul Williams, Mary Wells, Sam Moore und Long John Baldry. Bei letzterem übernahm er den Platz am Klavier von niemand geringerem als Elton John.

Sanders Musik bewegt sich zwischen US-amerikanischem Soul, Rhythm & Blues and New Orleans root music. Er reichert diese Stile immer wieder gekonnt an mit zeitgenössichen Sounds und Rhythmen. In jüngster John Lee Sanders tritt er immer mehr als als Songschreiber ins Rampenlicht. Der Song "Just One Kiss" wurde 2007 für den Emmy Award nominiert. 2004 coverte Marcia Ball seinen Song "Foreclose on the House of Love" und kam damit auf PLatz 9 der US Blues Charts. Weiter Songs von John Lee Sanders wurden gecovered von Eddie Kendricks/Temptations und Sally Kellerman (AKA, Hot lips from MASH).

Zwischen •Donau und Mississippi….read more

Von Karl Leitner Ingolstadt (DK) Was für ein toller Abschluss des 24. Ingolstädter Bluesfests in der ausverkauften Neuen Welt! Da tun sich mal eben die Lokalband Rad Gumbo und der Komponist, Pianist, Saxofonist und Sänger John Lee Sanders aus New Orleans für eine Tour zusammen, zwei Komponenten also, die auf den ersten Blick in völlig unterschiedlichen Gewichtsklassen zu Hause sind, und dann stimmt die Chemie zwischen Donau und Mississippi anscheinend dermaßen perfekt, dass die Fans zum nachgezogenen Finale des Fes-, tivals noch einmal ein Konzert erleben, das vermutlich in dessen Annalen eingehen dürfte. Wer je meinte, Rad Gumbo mit Gerhard Spreng an den Drums, Ausnahmesänger Dackel Hirmer am Akkordeon und Erwin Schmidl am Bass aufgrund unzähliger Auftritte bereits in- und auswendig zu kennen, kommt an diesem Abend aus dem Staunen nicht heraus, denn wie die um Gitarrist Frank Folgmann verstärkte Combo auf die Herausforderung, dem durchaus mit Dr. John, Allen Toussaint oder Ivan Neville vergleichbaren John Lee Sanders eine hochwertige Basis für dessen einerseits kniffligen und andererseits so wunderschön groovenden Stücke zu bereiten, das ist schon sehr beeindruckend. Rad Gumbo tauchen ganz tief ein in die feuchte Hitze der Crescent City, in die Welt des Mardi Gras, folgen Sanders bedingungslos auf seinem Trip durch die Spelunken der Downton, spielen Cajun, Blues und swingenden Old Time Jazz - alles „Erfindungen" der quirlig-lasziven Metropole im Delta, - als hätten sie nie etwas anderes getan. Und im Gegenzug ist sich auch Sanders nicht zu schade, Rad-Gumbo-Klassiker wie „The River Knows Your Name" zu veredeln, ja,, geradezu zu adoptieren.Sanders ist cool, zweifelsohne. Rad Gumbo sind es aber auch, und gemeinsam schaukelt sich das bereits mit der ersten Nummer zu einer Einheit verwobene Quintett immer weiter gegenseitig hoch, treiben sich zwei erstklassige und gleichberechtigte Sänger zu Höchstleistungen an, ist es am Ende völlig egal, wer hier wen begleitet, wessen Bekanntheitsgrad vorher der größere war, wer international die höhere Reputation genießt. Sicherlich, John Lee Sanders ist ein in höchstem Maße kreativer Künstler, ein toller Musiker und vor allem ein herausra‑

John Lee Senders und die Band Rad Gumbo treten zusammen in der Neuen Welt auf. Foto: Leitner

gender Komponist, aber das wäre er ohne Rad Gumbo auch. Dass die Ingolstadt-Vohburger Formation allerdings so völlig problemlos mit einer Granate wie ihm mithalten, ja, ihn herausfordern •und seine Songs derart bereichern würde, obwohl sie sich dabei ja eigentlich auf unbekanntem Terrain bewegt, ist schon sehr erstaunlich. Rad Gumbo brauchen in dieser Form auch auf internationaler Ebene keinen Vergleich zu scheuen. Nach 30 Bluesfest-Konzerten mit durchaus namhafter „Konkurrenz" darf man das mit ein klein wenig